Pfaffenhofener Stadtzeitung, 29. Oktober 2011

Was ist eigentlich »Frisörmusik«?


Bild:

Pfaffenhofen/Niederscheyern (PK) Das sind ja schöne Früchtchen, die Barberries aus München. Auf Einladung der Pfaffenhofener Liedertafel traten sie mit ihrem kabarettistisch angehauchten Programm „frisch getönt“ als Barbershop-Formation im Niederscheyerer Pfarrheim ins Rampenlicht.

Ein Konzert des Münchener Frauen-A-Cappella-Chores Barberries mit Songs der 20-er bis 60-er Jahre gab es am Samstagabend im Niederscheyrer Pfarrsaal. "Frisch getönt" heißt das aktuelle Programm der "Mädels aus Susis Frisörsalon", wie sie sich selber nennen. Der Name der Band stammt denn eben auch von Barber und nicht wie man vielleicht meinen könnte von Bar!

A-Capella, da denkt man unverzüglich an 4 oder 5 Sängerinnen und Sänger, elegant gekleidet und gestriegelt. Comedian Harmonists eben, oder so ähnlich. Weit gefehlt bei den Barberries: Männer brauchen sie schon gar nicht in ihrem Ensemble, man ist ja schließlich beim Damenfrisör auch unter sich; geschniegelt und gestriegelt geht es auch nicht wirklich zu und schließlich ist es ein ausgewachsener Chor mit 14 Sängerinnen und nicht eben "nur" ein Quartett oder Quintett.

Es handelt sich beim Auftritt der Barberries nicht um reines Musikkonzert. Die gesamte Show ist aufeinander abgestimmt: Die Kostüme passen zur Requisite, alles spielt in einem Frisörsalon, eingeschobene Sketches stellen die Überleitungen zwischen den Songs dar.

Barbershop - das bedeutet amerikanischer A-Cappella-Gesang, mal spritzig, mal schmalzig und immer verbunden mit ein wenig Choreographie. Das ist es, was die Barberries machen und woher sie auch ihren Namen haben. Dixie, Rag und alte Schlager gehören zum bevorzugten Repertoire dieses Gesangstils. Aber - man glaubt es kaum - sogar Rammstein's "Engel" taucht im Repertoire auf und auch Queen's "We will rock you" fehlt nicht.

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Liedertafel Pfaffenhofen. Der Niederscheyrer Pfarrsaal war annähernd ausverkauft. Das abwechslungsreiche Programm sorgte für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Bayerische Sängerzeitung, Juni 2008

Die Barberries reißen das Publikum mit ihren Treppenhaus- geschichten von den Stufen

Der Münchner A-Capella-Chor präsentiert faszienierende Klänge und amüsante Geschichten

Klassentreffen sind etwas ganz Eigenes: Man weiß nicht so recht, ob man sich darauf freuen oder der Aufregung doch lieber unter einem fadenscheinigen Vorwand wie akuter Übelkeit entgehen sollte. Bei Bianca, Joe und Sanne hat aber die Neugierde gesiegt (schließlich will jede von ihnen wissen, was aus ihrem früheren Schwarm geworden ist…) und sie treffen sich nach vielen Jahren im Haus ihrer Jugend wieder. Sofort schwelgen sie in Erinnerungen und beschreiben ihr jetziges Leben in den buntesten Farben. Zugeben, dass es einem gerade doch nicht so gut geht? Ausgeschlossen! Erst einige Anekdoten und Flaschen Prosecco später fängt die Fassade langsam an zu bröckeln…

Die Geschichte der drei Frauen ist der rote Faden durch das Konzert der Barberries, die bei ihren beiden restlos ausverkaufen Auftritten in München - im November in Theaterzelt “Das Schloss” und im Januar im Club Indigo - mal wieder bewiesen haben, dass sie mehr als ein Chor sind. Im Wechsel mit schauspielerischen Einlagen boten die Ladies um Leiterin Alexandra Ziegler vierstimmigen A-Capella-Sound vom Feinsten… Dabei waren sowohl die makellose und saubere Intonation als auch das große Klangvolumem beeindruckend und zeugten von hohem musikalischen Können - sowohl beim Gesamtensemble als auch bei den Darbietungen verschiedener Kleingruppen. Auch die Bühnenpräsenz der Barberries war absolut überzeugend, und die große Begeisterung, mit der die 25 atemberaubend gekleideten Damen die Stücke und Choreografien darboten, übertrug sich von der ersten Sekunde an auf die Zuschauer. Diese swingten den ganzen Abend sowohl zu Barbershop-Klassikern als auch zu Jazzstücken, Oldies und Pop-Ohrwürmern wie Son of a Preacherman, Sweet Dreams, Sunny und Lollipop mit. Viele der Stücke kamen dabei in fetzigen und zum Teil ungewöhnlichen Arrangements daher, die die Besucher immer wieder zu Applausstürmen hinrissen.

Nur Frau Schmoller, die fränkische “Ratschn” des Jugendhauses der Freundinnen, vermochte ein wenig Ruhe in den Saaal zu bringen: “Ich sorch scho seit 20 Jahr hier für Ordnung im Haus. Weil Ordnung ist das halbe Leben!” Dieses Lebensmotto verfolgt sie strikt und lässt keine Ruhestörung und Unordnung zu. Doch was passiert, wenn Frau Schmoller auf die drei beschwipsten Schulfreundinnen trifft? So viel sei verraten: Ordnung ist nur das halbe Leben - und Frauen für Überraschungen immer wieder gut.

Merle Gith

Lindauer Zeitung, 2. Oktober 2006

“Barberries” begeistern im “Frisörsalon” ihr Publikum

LINDAU - Dem überaus großen Andrang nach schien das Lindauer Publikum einen musikalischen Leckerbissen zu wittern; und in der Tat konnte es dann auch erleben, wie das ehemalige Offiziers-Casino mit sängerischer Klasse in einen quirligen Frisörsalon voll gut gelaunter Menschen verwandelt wurde.

Was ist nur mit den Männern los? Da kommt ein rein weiblicher À-Cappella-Chor aus München angereist, hübsch anzusehen und herrlich anzuhören, kündigt fetzige Stücke der verschiedensten Musikrichtungen an — und dennoch bleiben die männlichen Zuhörer weit in der Unterzahl. Liegt es daran, dass die Schwellenangst vor einem Frisörsalon sich auch auf die zugehörige Musik bezieht, die sich vor 100 Jahren in Amerika als so genannte „Barbershop-Music“ heranbildete und mittlerweile auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet? An der Qualität jedenfalls kann es bestimmt nicht gelegen haben, und an einem Mangel an Unterhaltungswert schon gar nicht.

Denn zum Wesen dieser Musik gehört nicht nur eine abwechslungsreiche Choreographie, die den Inhalt der einzelnen Songs mal witzig, mal überzogen und teilweise in abenteuerlichem Outfit visualisiert. Weit wichtiger ist das Beherrschen des typischen „Close-Harmony-Effektes“, der die Stimmen oft ganz nah beieinander führt und in dieser Selbstverständlichkeit nur von erfahrenen Sängerinnen „unfallfrei“ durchgehalten werden kann.

In dieser Hinsicht waren die „Barberries“ über jeden Zweifel erhaben. Das liegt gewiss an Chorleiterin Alexandra Ziegler, die offenbar eine Menge wichtiger Impulse setzt, bestimmt aber auch an den vielen Einzelstimmen, die klar, sauber und ausbalanciert agieren — und dank einer vermutlich intensiven Vorarbeit ohne ablenkende Notenblätter auskommen.

Bemerkenswert ist dabei, dass selbst der „Bass“ innerhalb der meist vierstimmigen Stücke eine beachtliche Präsenz zeigte und somit einem allzu hellen Klangeindruck wirksam entgegentrat. Innerhalb dieser kleinen Bassgruppe befand sich auch die fränkische „Ulknudel“ Uschi, dies sich bestens als Conférencier und Chefin jenes Frisörsalons präsentierte, der an diesem Abend eröffnet wurde, und an dem sich der dramaturgische Ablauf des Programms samt seinen kurzen Sketchen orientierte.

Stürmischer Applaus belohnte

Natürlich ging es dabei hauptsächlich um Liebe, Beziehungen und Männer, letztlich um all das, was „Mann“ sich unter Frauengesprächen in einem Frisörsalon vorstellt. Diese sketchartigen Zwischenteile waren meist amüsant und drohten nur selten die Ausgewogenheit zwischen Text und Gesang auszuhebeln — kein Wunder, wenn dieser Gesang so herrlich arrangierte Stücke wie etwa „Lollipop“, „Under the Boardwalk“, „It´s my Party“, „Gimme!Gimme!Gimme!“ oder „Fischköppe“ bereithielt und das Publikum mehrmals zu stürmischem Applaus hinriss.

Gerne ließ dieses sich auch zum Mitmachen auffordern und gab dabei nicht einmal die schlechteste Figur ab. Was folgte, waren schließlich mehrere Zugaben und die Befürchtung, dass sich wohl manch männlicher Interessent ärgern wird, diesen musikalischen Frisörtermin nicht wahrgenommen zu haben.

Wilfried Hamann

Donaukurier, 5. Oktober 2005

“Barberries” zu Gast auf der Luna-Bühne: Reichlich Harmonie und “Haariges”

16-köpfiges Vokalensemble aus München überzeugte mit jazzigen Songs und kaberettistischen Einlagen

Weissenburg - Schon vor 100 Jahren trat der “Barbershop-Sound” in den amerikanischen Friseursalons seinen Siegeszug an. Seit knapp zwei Jahrzehnten werden die von Damenstimmen jazzig vorgetragenen A-cappella-Klänge auch in Deutschland immer beliebter. Am Samstag überzeugten die “Barberries” aus München auf der “Luna-Bühne” an der Silbermühle mit einer gekonnten Mischung aus Musik und Kabarett.

Die 16 Damen setzten dabei nicht nur auf ihr vokales Können, welches angesichts des hohen Niveaus schon genügt hätte. Vielmehr gelang es ihnen, das Publikum mit ihrem Auftritt an jenen Ort zu entführen, wo der “Barbershop-Sound” seinen Urspurng hatte: den Friseursalon, wenn auch nach bayerischem und nicht amerikanischem Muster.

Während eine imaginäre “Preißnschlappn” sich dort verwöhnen ließ, wurde sie im schönsten fränkischen Dialekt über das Geheimnis des Erfolgs besagter A-cappella-Musik aufgeklärt. Das besteht nämlich in der so genannten “close harmony” - auf fränkisch eben “Glos Harmonie”. Denn so wie der “Glosdeich zamgnietscht is, su iss a die Harmonie im Barbershop-Sound zamgnietscht”, erfuhren die hauptsächlich weiblichen Zuschauer in der Silbermühle.

Das ergibt dann den herrlich jazzigen Klang in den Liedern, den die Barberries mühelos beherrschen. Und als die Friseurin aus den eigenen Reihen sich mit ihrer Kundin schließlich gemeinsam über das Liebesglück und -leid auslässt, wird das mit allerlei Klassikern der Musikgeschichte von dem Chor kommentiert. “When I fall in love”, “Sunny” oder “One fine day” heißen einige der Stücke, die entweder schon im Original im jazzigen Arrangement daherkommen oder nachträglich von den Barberries eine “close harmony” verpasst bekamen.

In jedem Falle aber swingte es enorm auf der Luna-Bühne, was auch daran lag, dass die 16 Damen ihren Gesang mit reichlich Choreografie aufwerteten. Passend dazu 16 aufwändige Outfits von moderat bis schrill: Keine zwei von den 16 Damen sind auch nur annähernd gleich angezogen, sondern präsentieren mit ihrer fantasievollen Kleidung verschiedene Frauentypen: Von der älteren Snobistin, deren Hund genügsam aus der teuren Handtasche blickt über die gepflegte Hausfrau bis zum Vamp sind alle dabei.

Sie alle überzeugen mit mehrstimmigem Gesang der etwas anderen Art, bei dem immer mal jemand anders ein paar Sekunden alleine singen darf, was den Auftritt noch abwechslungsreicher macht. Durch die Kabaretteinlagen werden die Zuhörer allerdings vom Schweigen in Harmonien oft wieder in die rauhe Realität eines Friseursalons zurückgeholt.
Pointen mit Lachzwang bildeten den ganzen Abend über einen direkten Kontrast zum swingenden Barberhop-Sound und sorgten so für einen gelungenen kontrastreichen Gesamteindruck. Hat man den Auftritt verpasst, gibt es noch mehr Gelegenheiten, in den Genuss der “Barberries” zu kommen. So kann man die Gruppe für Veranstaltungen direkt engagieren, ihre weiteren öffentlichen Auftritte besuchen, oder: “Sie gehen zum Friseur. Vielleicht tauchen wir ganz unvermittelt auf, während Sie unter der Haube sitzen.”

Jürgen Leykamm

freundin, 31. August 2005 (Ausschnitt)

Ganz schön diszipliniert: Wenn andere „Desperate Housewives“ gucken, proben die 19 Barberries jeden Dienstagabend in der Münchner Altstadt. So groß ist ihr Spaß am Singen, so stark ihr Gruppengefühl, dass der vor sechs Jahren gegründete Chor auch ein Jahr ohne Leitung überstand. Dann engagierten die Sängerinnen die Musikpädagogin Alexandra Ziegler. Als neuer Kopf des Chors vergrößerte sie unter anderem das Repertoire: Ursprünglich auf Barbershop spezialisiert, singen die Barberries heute genauso viele Swing- und Pop-Ohrwürmer, unter anderem auf A-cappella-Festivals. Nachwuchsprobleme haben sie nicht – außer in den tiefen Stimmen.

Susanne Pahler

Süddeutsche Zeitung (Landkreisausgabe Ebersberg), Juni 2004

Liebesgeschichten unter dem Föhn

Frauenchor “Barberries” präsentiert Unterhaltsames

Markt Schwaben - Der Spaziergang mit dem Liebsten an der Bucht von San Francisco wurde zum Abschiedsblues mit Herzschmerz, und die zwölf jungen Damen gaben diesem mit klangvollem Gesang und effektvoller Präsentation schmelzenden Ausdruck. Der Ausflug nach Übersee gab einen ersten Hinweis auf den Ursprung eines hier vor einhundert Jahren entstandenen Musikstils, und die anschließende Szenerie eines Friseursalons führte unmittelbar in dessen ursprüngliche Lokalitäten.

Erst seit etwa 15 Jahren hat der besondere Sound des Barbershop-Gesangs auch in Deutschland Nachahmer gefunden. Der Auftritt der Münchner “Barberries” bei den Markt Schwabener Rathauskonzerten zeigte, dass auch das Publikum sich von diesem a-capella-Gesang mit seinen “close-harmony” Effekten gerne ansprechen ließ. Dicht aneinander liegende Töne sind das Spezifikum des Stils, der den unverwechselbaren Klang erzeugt und der ein exaktes Singen voraussetzt. Unter der Leitung von Alexandra Ziegler gelang dies dem Chor im Gesamtensemble ebenso wie in kleineren Formationen.

Zur Präsentation der Barbershop Songs gehört eine choreographische Präsentation - und die jungen Damen gefielen mit ihren rhythmischen Bewegungen und dem sparsamen wie effektvollen Einsatz kleiner Requisiten. Der imaginäre Dialog zwischen Friseurin Uschi und Kundin Susi während der Kreation einer neuen Frisur bot die szenische Rahmenhandlung, durch die Katja Meyer nicht nur treffend und humorvoll Salonatmosphäre schuf, sondern auch gelungen die Songs des Chors ankündigte. Liebe in allen nur möglichen Facetten, ob gerade frisch verliebt, in Liebeskummer, mit Erfahrungen nach zwei Ehen oder als Neubeginn im “Caravan Of Love” war das Thema. Der Chor setzte diese Gefühlswelten in spritzige, schmelzende und schmachtende Klangwelten um. Engagiert und präsent, ohne Noten und mit gutem Kontakt zum Publikum sangen die jungen Damen Songs wie “Heart Of My Heart”, “Lollipop”, “I Can´t Give You Anything But Love”. Stimmlich gut ausgewogen wurden so die sanften Liebeserklärungen zum angenehmen Hörerlebnis. Der Text verlor sich dabei insbesondere durch die klaren und schlanken Stimmen nicht in einfühliges Fließen, sondern blieb an der sauberen musikalischen Umsetzung orientiert. Jazz, Blues, Pop und Swing gehörten zu den Stilrichtungen. Der Chor gab diesen einen gelungen Ausdruck. Mit wasserdichtem gelben Friesennerz und Matrosenhemd gerierten die Sängerinnen schließlich zu “Fischköppen” im Süden. Mit den Träumen vom “Mr. Sandman” beschlossen sie ihren unterhaltsamen Abend.

Sabine Radloff

St. Galler Tagblatt, 6. April 2004

A-cappella-Festival in Rorschach

Fulminant und erfolgreich startete das A-cappella-Festival in den Eröffnungsabend am Freitag und setzte am Samstag noch einen drauf.
Unter dem Motto “35 Stimmen - 5 Beizen ” lud man zum gemütlichen, restlos ausverkauften Beizenabend mit Konzertatmosphäre.

Fünf A-cappella-Gruppen zogen von Restaurant zu Restaurant, gaben sich die Stimmgabeln in die Hand, während das Publikum sitzen blieb und sich zwischendrin oder nebenbei vom Horsd’oeuvre bis zum Dessert schlemmte. Die wenigen Spielregeln wurden allseits respektiert, die Gesangsintermezzi damit in bester Konzertatmosphäre zum Besten gegeben. Zwanzig Minuten Zeit blieb jeder Formation, ihre Visitenkarte abzugeben. Das ist wenig, reicht aber allemal, ein kurzes Feuerwerk zu zünden, in die Gesangsakrobatik eine Prise Entertainment einzustreuen.

Evergreens, Schlager, Hits aus Rock und Pop zogen sich wie ein roter Faden durch den Abend. (…) Das Gesangsquartett “Die Abakustiker” sang aus eigener Feder, zeitweilen mit dem animierten Publikum als vollstimmigem Chor an ihrer Seite. Daneben eröffnete der Abend einen schönen Blick über regionales und überregionales A-cappella-Schaffen. “Cistonic” aus der Region St. Gallen präsentierte sich ebenso wie “Four for you»” aus Kradolfzell und “Le donne” aus dem Fürstentum Liechtenstein. Einzig die zwölf Münchner Frauen “Barberries” reisten mehrere Stunden nach Rorschach. Der Abend hatte Charme, das Programm war unterhaltsam und für die Veranstalter ein voller Erfolg.

Münchner Merkur, 12. Juli 1999
“(…) Da klapperten die Scheren im Vier-Viertel-Takt. Manch ein Kunde guckte zwar ein wenig mißtrauisch unter der Trockenhaube hervor, ansonsten war die Resonanz durchweg positiv: “Da kommt Leben in den Laden” freute sich der Inhaber des Friseursalons “New Hair”, bei dem die Barberries in Zukunft jederzeit willkommen sind.(…)”
Süddeutsche Zeitung (Feuilleton), 10./11. Juli 1999

Im Haarmonie-Gesang

Der Frauenchor “Barberries” tourt durch Friseursalons

“Eine Tournee durch Friseursalons? Für einen Chor, der sich der Gattung “Barbershop” verschrieben hat, eigentlich eine naheliegende Idee. Das dachten sich die Sängerinnen des Münchner Frauenchores “Barberries” und organisierten die Aktion “Barbershop in Barbershops”: In vier Friseursalons werden an diesem Samstag vormittag für kurze Zeit Föne und Radios ausgeschaltet, zum Haareschneiden und unter der Trockenhaube gibt´s statt dessen Lieder wie “Good Time Barbershop & Variety Show” oder “Give Me A Barbershop Song”. (…)”